HP erstellt von Bianka Schneider Crazy Gremlin´s Löwchen und Basenji

 

Jonathan

Jonathan
Hänsel von Livland trug schon den Rufnamen Jonathan, als er zu mir kam. Jonathan der gute Freund. Wie sein biblischer Namengeber war er der beste Freund, den man sich nur wünschen kann, freundlich, anhänglich und treu. Seine zärtliche Liebe gehörte mir vom ersten Tag an, als er im Haus seiner Züchterin auf meine Knie sprang und dort den ganzen Nachmittag sitzen blieb. Eigentlich war ich wegen seinem Sohn gekommen, aber dem sanften Blick seiner dunklen Augen konnte ich unmöglich widerstehen. Lange begleitete mich Jonathan überall hin. Überall wußte er sich zu benehmen und gewann die Herzen aller Menschen für sich. An manchen Orten war er sogar gern gesehener Gast, obwohl dort Hunde normalerweise verboten waren. Immer war er zufrieden, mit jeder Situation kam er irgendwie zurecht, hauptsache er konnte nur bei mir sein.
Mit anderen Hunden war er absolut liebenswürdig, ging allen Streitigkeiten aus dem Weg. Nicht, daß er sich nicht hätte wehren können. Wenn er mußte, konnte er sich schon durchsetzen. Er mochte es nur einfach nicht. Nur eine Sache konnte ihn aus seiner Ruhe bringen: die Liebe! Wenn ihm eine Hundedame gefiel, verwandelte er sich in Sekunden zum heißblütigen Casanova und umgarnte die Angebetete nach allen Regeln der Kunst und mit hartnäckiger Ausdauer. Dann war es ihm auch völlig egal, ob ihm die Dame gewogen war, die Seine mußte sie sein, ob sie wollte oder nicht. Jonathan besaß eine ganz eigene Art von Schalk. So konnte er mitten während eines schläfrigen, ereignislosen Nachmittags urplötzlich wie von der Tarantel gestochen auffahren und Alarm schlagen. Sobald alle anderen Hunde aufgesprungen waren und lärmend aber vergeblich den Grund für den Alarm suchten, setzte er sich wieder geruhsam auf dem Sofa nieder und schlug gemächlich die Vorderpfoten übereinander. Ich schwöre, in diesen Momenten hat er in sich hineingelacht. Bringen wir doch mal ein bißchen Leben in die Bude, hat er sich wohl gedacht. Jonathan war kein Hund, von dem sich besondere Anekdoten erzählen lassen, dazu war er zu ausgeglichen. Es ist die Erinnerung an viele, viele Kleinigkeiten, die noch heute mein Herz erwärmt wie ein unsichtbares Wärmekissen. Noch heute kann ich seine innige Zuneigung spüren. Wann immer ich ihn für einen Augenblick in einem seiner Nachkommen durchscheinen sehe, bin ich nicht traurig darüber, daß er gegangen ist. Ich bin vielmehr zutiefst dankbar dafür, daß ich ihn gekannt habe und daß er MEIN guter Freund gewesen ist.

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